Schimmelgefahr im Keller: wie Feuchtigkeit in Kartons und Textilien
Feuchtigkeit im Keller ist selten ein plötzliches Ereignis. Sie kriecht über Wochen und Monate in die gelagerten Dinge, ohne dass man es anfangs bemerkt. Besonders tückisch ist das bei Kartons und Textilien, denn beide Materialien fühlen sich lange trocken an, obwohl sie bereits Wasser eingelagert haben. Wer nur auf sichtbare Wasserflecken an der Wand achtet, übersieht die eigentliche Gefahrenquelle: die Feuchtigkeit, die in den Lagergütern selbst steckt.
Pappe und Papier bestehen aus Cellulosefasern, die hygroskopisch sind. Sie nehmen Wasserdampf aus der Luft auf und geben ihn bei trockener Umgebung nur langsam wieder ab. Steigt die relative Luftfeuchtigkeit im Keller über etwa 65 Prozent, beginnt der Karton zu quellen. Er verliert an Stabilität, wird weich und verströmt einen muffigen Geruch. Dieser Geruch ist kein reines Warnsignal, sondern bereits ein Stoffwechselprodukt von Mikroorganismen. Denn Schimmelsporen sind praktisch überall vorhanden und brauchen nur eine dauerhaft feuchte Oberfläche, um auszukeimen. In einem feuchten Karton finden sie ideale Bedingungen, weil die Porenstruktur die Feuchtigkeit speichert und kaum wieder abgibt. Wer wissen will, warum gerade einfache Kartons so anfällig sind, findet bei elchs-kramkiste.de eine ausführliche Erklärung zu den Materialeigenschaften und den typischen Fehlerquellen.
Textilien verhalten sich anders, aber nicht weniger problematisch. Baumwolle, Wolle und Leinen können bis zu 30 Prozent ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Diese Feuchtigkeit sitzt in den Fasern und im Zwischenraum der Gewebestruktur. Wird ein Kleidungsstück oder eine Decke in diesem Zustand zusammengefaltet und in einen Karton gelegt, entsteht ein Mikroklima, in dem die Luft kaum zirkuliert. Die Feuchtigkeit kann nicht entweichen, und die Temperatur bleibt relativ konstant. Genau diese Kombination aus hoher Feuchte, geringer Luftbewegung und organischem Material ist der Nährboden für Schimmel. Besonders kritisch sind Wolltextilien, weil sie zusätzlich als Proteinquelle dienen und von bestimmten Schimmelarten schneller besiedelt werden als pflanzliche Fasern.
Die Gefahr wird zusätzlich unterschätzt, weil sich Feuchtigkeit im Keller nicht gleichmäßig verteilt. Kalte Außenwände, Bodenplatten und Ecken mit schlechter Dämmung ziehen Kondenswasser an. Ein Karton, der direkt an einer solchen Wand steht, kann an der Rückseite bereits durchnässt sein, während die Vorderseite trocken wirkt. Wer den Karton dann öffnet, sieht nur den scheinbar intakten Inhalt. Um das zu verhindern, hilft nur regelmäßiges Messen der Luftfeuchtigkeit und eine bewusste Auswahl der Lagerbehälter. Kunststoffboxen mit dichten Deckeln schützen nicht vor Feuchtigkeit, die bereits im Inhalt steckt, und können sogar Kondensation im Inneren fördern. Besser ist es, Textilien vor dem Einlagern vollständig zu trocknen, Kartons nicht direkt an Außenwände zu stellen und für ausreichende Belüftung zu sorgen. Wer diese Punkte ignoriert, riskiert nicht nur modrige Kleidung, sondern auch gesundheitliche Beschwerden durch eingeatmete Schimmelsporen.